Gesplittete Abwassergebühr

Die Gemeinde Mühlau betreibt die Abwasserbeseitigung in ihrem Gebiet als öffentliche Einrichtung.

Die Abwasserbeseitigung umfasst neben der Reinigung des in die Kanalisation eingeleiteten Schmutz- und Regenwassers auch beispielsweise die Instandhaltung des öffentlichen Kanalnetzes, der Kläranlage sowie der Regenwasserentlastungsanlagen.

Aufgrund von § 9 Abs. 3 SächsKAG sind bei unterschiedlichen Teilleistungen einer öffentlichen Einrichtung unterschiedliche Gebühren festzusetzen. Die sächsischen Kommunen sind daher verpflichtet, die Gebühr für die Ableitung und Reinigung von Schmutz- und Regenwasser getrennt und entsprechend der tatsächlichen Inanspruchnahme zu erheben. Dabei ist auch das auf dem Grundstück anfallende und in die öffentlichen Abwasseranlagen geleitete Niederschlagswasser bei der Gebührenbemessung zu berücksichtigen.

Um diese Kosten zu decken, wurde bereits in der letzten Kalkulationsperiode getrennt nach Schmutz- und Regenwasserbeseitigung kalkuliert. Dies führte zur Absenkung der Schmutzwassergebühr. Die Kosten der Regenwasserbeseitigung wurden bisher nicht von den Grundstückseigentümern erhoben. Aufgrund des Einnahmebeschaffungsgrundsatzes ist die Gemeinde Mühlau jedoch verpflichtet, künftig auch die Niederschlagswassergebühr von den betroffenen Grundstückseigentümern zu erheben.

Die Schmutzwassergebühr deckt die Kosten für die Beseitigung des Schmutzwassers. Sie berechnet sich wie bisher nach dem verbrauchten Frischwasser (€/m³).

Die Niederschlagswassergebühr deckt die Kosten für die Niederschlagswasserbeseitigung. Sie berechnet sich nach der Größe und Versiegelungsart der überbauten und darüber hinaus befestigten (versiegelten) Flächen, von denen Regenwasser in die Kanalisation eingeleitet wird (€/m²).

Durch Verringern der versiegelten Flächen können Sie die Gebühr für die Niederschlagswasserbeseitigung senken, den natürlichen Wasserkreislauf fördern und das öffentliche Kanalnetz entlasten.